Zwölf Wochen Kampf, Kraft, Schweiß, Wille und Ehrgeiz haben ihr glückliches Ende gefunden. Drei Monate Training mit dem Fitness-Co@ch sind für Thomas vorbei – gekrönt mit einem Volkstriathlon in seiner Heimatstadt Tauberbischofsheim. Ein Wettkampf, den er sich nicht entgehen lassen wollte.

Und so stand Thomas am 21. Juni im örtlichen Freibad. Bereit für 600 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Rad fahren und fünf Kilometer Laufen. „Trotz der guten Vorbereitung war ich mehr als aufgeregt“ so Thomas. Da wird es Thomas geholfen haben, dass er zum ersten Mal in seinem Leben nicht von der „Verliererbahn 8“ starten musste, sondern auf Bahn 3 ins Wasser springen durfte. Seine gute Vorbereitung und die Wettkampfatmosphäre haben die ganze Sache rund gemacht und ihn angetrieben. „Die 600 Meter bin ich in einer sensationellen Zeit von 12:06 Minuten geschwommen. Circa eine Minute schneller als meine Trainingsbestleistung“ berichtet er stolz über seine erste absolvierte Disziplin. Den Wechsel hat Thomas dann unkomplizierter gestaltet als am Abend zuvor noch geprobt. Um sich seiner nassen Badehose zu endledigen, hat er zu Hause den Wechsel mit umgeschlungenem Badetuch und angenähtem Klettverschluss geübt. Dieser Akt hätte ihn neun Sekunden gekostet. „In der Wechselzone habe ich dann doch auf das Handtuch verzichtet. War dadurch schneller und mein Sohn hatte großen Spaß mich zu fotografieren“ erzählt Thomas über seinen freiwilligen Strip.
Auf in Runde zwei

Auf dem Rad muss Thomas erst einmal mit Gegenwind kämpfen. Aber er hat auch Vorteile auf seiner Seite. Zum Beispiel ein Triathlonlenker, den er Tage zuvor geschenkt bekommen hat. „Der hat noch ein paar km/h rausgeholt.“ Trotz Lenker, Rennrad und seines starken Trainings sieht er seine Leistung trotzdem ein wenig kritisch: „Am Rad fahren sollte ich noch arbeiten. Ich glaube da geht noch mehr“ resümiert er im Nachhinein. Für eine gute Dreiviertelstunde hat es trotzdem gereicht. Und nach dem Schuhwerkwechsel ist Thomas endlich in seinem Element. Laufen. Mit einem klaren Plus an Vorteilen. Thomas kennt die Strecke und an der Strecke kennen ihn genügend. „Es ist ein tolles Gefühl angefeuert zu werden. Man fühlt sich für einige Minuten wie ein Spitzensportler.“ Ein Gefühl, das ihn vorantreibt. Und unter dem Jubel seiner drei Söhne genießt er den Zieleinlauf bei einer tollen Zeit von 1:25 Stunde. „Ich bin fertig, aber glücklich. Ein guter Platz im Mittelfeld und immer noch Lust, so etwas wieder zu tun.“

Und das wird er. Thomas hält jetzt schon die Augen offen, wann der nächste Triathlon in seiner Region stattfindet. Nach Bad Saulgau wird er es leider nicht schaffen, da steht ihm sein Terminkalender im Weg. Aber einen Event hat Thomas schon im Blick. Am 19. September will er seinen Trumpf Laufen ausspielen: beim Halbmarathon in Tauberbischofsheim. Denn für Thomas steht eins fest: „Ich höre jetzt nicht auf Sport zu machen.“